Ein neues Outfit für Omas Tisch – so geht Shabby Chic!

Von  |  0 Kommentare

Meist sind es nicht die perfekten Vorzeigemodels, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, in deren Umgebung wir uns richtig wohlfühlen. Gleiches gilt auch für Zuhause: Möbelstücke mit kleinen Schönheitsfehlern erzeugen eine einladende Atmosphäre. Aufgepeppt mit Kreidefarbe werden alte Schmuckstücke zum Blickfang in jedem Interieur – Bloggerin Cornelia macht es auf ihrem Blog Zwergenwelt vor.

Alte_Moebel

Oft zeigt sich das Potential alter Möbelstücke erst auf den zweiten Blick – hier ist Fantasie gefragt.

Die Schatzsuche nach Rohdiamanten

Auf der Jagd nach einem geeigneten Möbelstück sind Flohmärkte sowie Dachböden von Freunden und Familien oder auch der Sperrmüll erfolgsversprechende Anlaufquellen. Spätestens wenn das gute Stück als lästiger Staubfänger aus dem Blickfeld geräumt wurde, ist es höchste Zeit für einen Besitzerwechsel!

Oft genügt es auch schon, die eigenen Schatzkammern unter die Lupe nehmen. Mit Kreativität, Vorstellungsvermögen und Liebe fürs Detail entpuppt sich das Potential unscheinbarer Alltagsgegenstände oft erst auf den zweiten Blick.

Flohmarkt

Stöbern lohnt sich: Auf Flohmärkten sind oft wahre Schätze zu finden.

Shabby Chic: der neue alte Look

Neu und trotzdem alt, elegant und gleichzeitig rustikal: Ziel des Shabby Chic ist, Altes zum Strahlen zu bringen ohne dabei die Zeichen der Zeit zu verwischen. Hierfür sorgen natürliche oder künstliche Gebrauchsspuren: eine nicht ganz perfekte Farbschicht, ein geplatzer Lack oder eine grobe Holzstruktur und schon erzählen Accessoires scheinbar Geschichten vergangener Tage.

Da früher vor allem natürliche Materialien verwendet wurden, eignen sich für Interieurs im Shabby Chic vor allem unbearbeitetes Holz und Weidengeflechte, Leinen und Baumwolle, Porzellan und Kristallglas. Die Farbpalette wird von Pastelltönen angeführt und nur in Ausnahmefällen mit kräftigen Nuancen oder Gold und Silber ergänzt.

Pro-Aging mit Kreidefarbe

Eine beliebte Technik im Shabby Chic Styling ist die Bearbeitung mit Kreidefarbe. Statt wie gewöhnlich aus Kalk, besteht diese Farbe aus Kreide, Naturpigmenten und Wasser. Beim Trocknen verhärtet sie sich auf jeglichen Untergründen mit einem samtigen und trotzdem leicht groben Finish. Perfekt für den Shabby schicken Effekt lässt sich die Oberfläche auch anschließend noch gut bearbeiten. Somit perfekte Basis für einen natürlichen Look!

Tisch_Vorher_Nachher

Eine Schicht Kreidefarbe genügt, um einen dunklen, rustikalen Tisch in in zarten Tönen zum Strahlen zu bringen.

Bloggerin Cornelia verpasst damit zum Beispiel einem rustikalen Holztisch ein feminines Make-Over. Mit der glatten Oberfläche und dem dunklen Holz, wirkte er vorher rustikal und schwer. Eine Schicht Kreidefarbe und natürlich wirkenden Gebrauchspuren an den richtigen Stellen – und schon erstrahlt er im Handumdrehen mit zarter Eleganz.

Trotz der Liebe zum Shabby Chic sehnt Ihr euch nach ein wenig Farbe? Ein kleiner Stilbruch mit selbstgemachten Accessoires wie gestrickten Deckchen, gehäkelten Säckchen oder genähten Püppchen in leuchtenden Stoffen schenkt den zarten Möbeln eine verspielte Note.

Nichts wie ran an die Kreidefarbe – wir wünschen viel Spaß beim Restaurieren!
Bilder: Bild1: © iStock / Oralleff, Bild2: © iStock / littleny, Bild3: © iStock / Cornelia Klünemann

Hinterlasse einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.