Upcycling: Der Plastikverschwendung entgegen

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Aus alt macht neu und zusätzlich etwas für die Umwelt. Upcycling als neuen Trend zu bezeichnen wäre ein bisschen übertrieben. Dieses Phänomen hält sich in der DIY Community schon ein wenig länger. Gott sei Dank! Dinge wiederzuverwerten und etwas Neues, vielleicht sogar Besseres aus ihnen zu machen, ist nicht nur mit Spaß verbunden, sondern auch sehr umweltfreundlich.

Wasser

Plastik und die Folgen

Schauen wir uns als Beispiel mal Plastikflaschen an. Fast jeder hat eine davon zuhause herumstehen. Sie warten nur darauf beim nächsten Einkauf mitgenommen und recycelt zu werden. Das wäre nichts Ungewöhnliches. Wir Deutschen trinken durchschnittlich 142l abgefülltes Wasser im Jahr. Hochgerechnet sind das 11,5 Milliarden Liter in ganz Deutschland – so viel, um das Olympiastadion in Berlin 9x aufzufüllen. Viel trinken ist super! Was nicht so super ist, wie man vielleicht zunächst denken würde, ist Recycling. Zugegeben, Deutschland hat eins der besten Recyclingsysteme auf der Welt. Daher werden auch 93% aller Plastikflaschen im Pfandautomaten abgegeben. Das Problem an dem Ganzen ist, was nach dem Recyceln passiert. Die folgenden Prozesse sind leider nicht die Lösung für das Plastikproblem. Es werden nur 25% der recycelten Plastikflaschen dazu verwendet, neue Flaschen herzustellen. Der Rest wird anderweitig verarbeitet oder zu Plastikflakes geschreddert. Dieser Vorgang vermindert die Qualität des Plastiks, womit es an Wert verliert. Ein Prozess, der Downcycling genannt wird.

Leitungswasser trinken schont die Umwelt

Aber wenn wir mal ehrlich sind: Nicht-recyceln ist schlimmer, definitiv. Dann landen die Plastikflaschen auf der Mülldeponie oder in der Müllverbrennungsanlage. Plastik braucht über 1.000 Jahre um biologisch zersetzt zu werden. In der Zwischenzeit sickern giftige Stoffe durch den Boden in unser Grundwasser. Wenn Plastik verbrannt wird, werden ebenfalls giftige Gase freigesetzt. Beides also auch keine sinnvollen Alternativen. Am besten ist es natürlich gar keinen Plastikmüll zu verursachen. Das ist einfacher gesagt als getan. Gefühlt jeder Artikel im Supermarkt ist nochmal in Plastik eingewickelt. Aber Plastikflaschen lassen sich einfacher vermeiden als man denkt: Leitungswasser trinken! Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Leitungswasser ist 250x günstiger als Wasser aus Flaschen. Und was machen mit den Flaschen, die noch zuhause rumliegen? Da kommen wir wieder zurück zum Upcycling. Auf Plattformen wie Pinterest gibt es unendlich viele Anregungen, was man mit seinen leeren Plastikflaschen anfangen kann. Zum Beispiel können Sie selbstbewässernde Blumentöpfe daraus machen.

Mehr Informationen und Fakten rund um das Geschäft mit dem flüssigen Gold zeigt diese Infografik. Ein Anfang Plastikmüll im Alltag einzusparen: Leitungswasser trinken.

Abgefülltes Wasser Infografik

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