Chilis selber anbauen: Die bunte Welt der Chilipflanzen

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Rot, spitz und furchteinflößend scharf: Klar, die Rede ist natürlich von Chilis. Während Liebhaber feurigen Essens gar nicht ohne sie leben wollen, machen sensiblere Gemüter oft einen großen Bogen um die scharfen Schoten. Das ist schade! Denn Chilis können viel mehr als nur brennen: Tatsächlich gibt es hunderte von Sorten von mild bis wild, die in den schönsten Formen und Farben leuchten. Außerdem enthalten die leckeren Früchte große Mengen von Vitamin C und der Wirkstoff Capsaicin, der für die Schärfe verantwortlich ist, wirkt sogar schmerzlindernd und kann den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Wir wollen euch in diesem Artikel zeigen, wie ihr Chilis selber anbauen könnt, wie Chilis am besten zu pflegen sind und welche Sorten sich am besten für den Anbau eignen.

Chili Sorten

Chilis gibt es in vielen verschiedenen Farben und Sorten. Wir stellen euch hier die besten für den eigenen Anbau im Garten, auf dem Balkon oder für Drinnen vor.

Chilis sind pflegeleichte Sonnenanbeter

Im Grunde braucht eine Chili nur zwei Dinge, um erfolgreich zu gedeihen: Einen Kübel mit mindestens 10 l Fassungsvermögen und viel Sonne. Daher können Chilis sowohl im Garten, als auch auf dem Balkon oder in der Wohnung gezogen werden. Eine Drainageschicht am Kübelboden ist allerdings nötig, um gefährliche Staunässe zu verhindern.

Die Pflege der Pflanze ist zudem kinderleicht. Prinzipiell sollten Chilis lieber zu wenig als zu viel Wasser bekommen. Die chilipflanze zeigt euch zudem deutlich an, wenn sie Wasser braucht. In diesem Fall wird die Pflanze die Blätter demonstrativ hängen lassen. Dann solltet ihr sie entsprechend mit Wasser versorgen. Darüber hinaus freuen sich Chilis alle paar Wochen über ein wenig Tomatendünger. Das war es auch schon mit der Pflege. Einfach oder?

Chili selber anbauen

Chilis schmecken nicht nur in verschiedenen Gerichten toll, sondern sehen beim anbau auch noch toll aus. Ein Farbtupfer ist damit garantiert.

Welche Chili-Sorten sind zum Anbau im Garten geeignet?

Grundsätzlich wird zwischen Zier- und Nutzchilis unterschieden. Essen kann man sie beide, allerdings sind die Zierchilis geschmacklich nicht gerade aufregend. Chilifreunde ordnen die Sorten auf einer Schärfeskala von 0 (ohne Schärfe) bis 10++ (extrem scharf) ein. Hier sind einige Sorten, die besonders pflegeleicht sind und viele leckere Früchte tragen.

  • Caloro: Diese milden Chilis reifen von cremeweiß über orange nach rot ab und sind herrlich saftig. Schärfestufe: 3
  • Jalapeño: Eine der wenigen Sorten, die sowohl unreif (grün) als auch reif (rot) schmecken! Schärfegrad: 6
  • Bolivian Rainbow: Diese Zierchili macht ihrem Namen alle Ehre und reift von grün über lila, weiß, gelb und orange zu rot ab. Meistens hängen alle Farben gleichzeitig am Busch, was sie zu einem echten Hingucker macht. Schärfestufe:7
  • Cheyenne: DIE klassische Chili. Es gibt gelbe und rote Varianten. Schärfegrad: 8
  • Habanero: Lange Zeit die schärfste Chili der Welt. Dafür hat sie aber auch ein ganz besonderes, tropisches Aroma. Braucht etwas mehr Wärme. Schärfegrad: 10

Alle diese Sorten sind auch für den eigenen Anbau gut geeignet, obwohl sich erfahrungsgemäß die Caloro und die Jalapeño am besten in unseren Gefilden machen.

Sie wachsen auch auf dem Balkon oder Drinnen

Wenn ihr keinen Garten habt, ist das kein Grund zur Verzweiflung. Es gibt etliche klein bleibende Chilisorten, die sich auch in kleineren Töpfen wohl fühlen. Falls die Pflanze indoor gehalten werden, müsst ihr allerdings ein besonderes Auge auf Schädlinge haben. Hier ein paar Sortenempfehlungen:

  • Naschzipfel: Schärfelose Paprika mit vielen dekorativen Früchten, die in richtigen Büscheln wachsen. Schärfegrad: 0
  • Feuerküsschen: Die scharfe Schwesterzüchtung des Naschzipfels. Schärfegrad: 5
  • Sibirischer Hauspaprika: Diese Chili braucht besonders wenig Licht. Schärfegrad: 7
  • Habanero White: Eine feurige, aber kleinbleibende Habanero, die viele hellgelbe Früchte trägt. Schärfegrad: 10
Chili im Blumentopf

Auch in einem Blumentopf machen sich Chilis sehr gut und können kräftig wachsen. Es gilt allerdings Staunässe zu verhindern.

Bonsai-Chilis: Miniaturbäume für Ungeduldige

Was kaum jemand weiß: Chilis kann man auch als Bonsais halten! Im Gegensatz zu klassischen Bonsais sind solche „Bonchis“ schon nach etwa einem halben Jahr bildschön und tragen sogar fleißig Früchte. Alles, was ihr dafür braucht, ist eine ausgewachsene Chili, die ihr dann zurechtstutzt und kunstvoll ausbaut. Allerdings brauchen Bonsai-Chilis wegen des kleinen Pflanzgefäßes natürlich etwas mehr Aufmerksamkeit als ihre großen Verwandten in den 10-Liter-Töpfen.

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