Bio-Tonne: Das stinkt bis zum Himmel! Was gegen Gerüche hilft

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Vor allem im Sommer schmecken uns Obst und Gemüse besonders gut und den Esstisch ziert am besten stets ein frischgepflückter Blumenstrauß. So schön der Genuss von frischen Zutaten auch ist und so schön Blumen auch aussehen mögen – irgendwann ist ihre Zeit abgelaufen und sie landen auf dem Müll. Genauer gesagt in der Bio-Tonne. Neben den Obst-und Gemüseresten fangen sie dort bei hitzigen Temperaturen schnell an zu stinken. Was gegen den Gestank aus der Bio-Tonne hilft, erfahrt ihr hier.

Biomüll

Gemüse gehört in den Bio-Müll. Aber was tun gegen den Gestank?

Unsere Tipps gegen den Gestank aus der Tonne:

  • Müll in Zeitungspapier wickeln oder Papiertüten verwenden
  • Kartonagen oder Pappe unter dem Müll
  • Sägespäne als Zwischenschicht einstreuen
  • Abfälle trocknen
  • Müll richtig schichten
  • Schattiges Plätzchen
  • Natron, Essig, Holzkohle, Kaffeepulver als Feuchtigkeitsbinder
  • Mülleimer häufig leeren
  • Kauf eines Filterdeckels
Zeitungspapier

Zusammengeknülltes Papier saugt die Feuchtigkeit auf.

Wunderwaffe Papier

Um Gerüche einzudämmen hilft ein simpler, dennoch aber häufig missachteter Trick: Wickelt eure Essensreste in Zeitungspapier ein, bevor ihr sie wegwerft. Dies solltet ihr vor allem im Sommer auch dann tun, wenn ihr bereits eine Papiertüte in euren Bio-Müll eingesetzt habt. Das Papier hilft, Flüssigkeit zu binden und vermindert so die Geruchsbildung. Als zusätzlichen Feuchtigkeitssauger können auch benutzte Taschentücher in den Bio-Müll wandern.

Was kommt unten in den Mülleimer?

Am besten legt ihr in eurem Hausmüll eine Zeitung und in die große Tonne im Hof einen Haufen geknüllter Zeitungspapiere auf den Eimerboden. Als langanhaltende Saugutensilien eignen sich Kartonagen, Pappe und vor allem Eierkartons. Ebenso gut könnt ihr eine Lage Reisig auf den Tonnenboden legen.

Sägespäne

Ebenfalls ein hilfreiches Mittel sind Sägespäne. Diese entzieht dem Müll Feuchtigkeit und ist biologisch abbaubar. Wer Kleintiere in der Wohnung hat kann – sofern die Streu biologisch abbaubar ist – auch ein bisschen Streu in die Tonne schichten, der Gestank wird dann so erträglicher.

Sägespäne

Zwischeschichten aus Sägespäne können dem Geruch vorbeugen und ihn vermindern.

Trockene Abfälle

Sofern möglich, sollte im Bio-Müll nur trockener Abfall landen. Gerade Kaffeefilter und Teebeutel könnt ihr ohne weiteres trocknen lassen, bevor ihr sie in die Tonne werft. Je trockener der Müll, desto weniger stinkt er. Daher solltet ihr flüssige Abfälle so gut es geht vermeiden. Je weniger Flüssigkeit am Tonnenboden gären kann, desto weniger stinkt es.

Die Mischung macht’s

Ihr solltet für ein „gutes Klima“ in eurer Tonne sorgen. Deswegen – Müll mischen! Je mehr Lagen unterschiedlicher Materialien übereinander geschichtet werden, desto besser wird der Müll belüftet. Daher lieber erst die verwelkten Blumen auf die Nudeln werfen, bevor der Obstsalat sein Ende ebenfalls in der Tonne findet.

Für den Hausmüll und die Tonne

Den Hausmüll solltet ihr gerade bei heißen Temperaturen häufiger leeren. Ein bis zwei Mal die Woche ist ein absolutes Muss, um Gerüchen vorzubeugen.

Um in der Tonne draußen Gerüche zu vermindern, sollte der Mülleimer an einem schattigen Ort stehen. Um den ersten Gerüchen vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Bio-Müll nach den Leerungen regelmäßig zu säubern. Erste Geruchsneutralisierungen könnt ihr mit Essig, Natron, Holzkohle oder Kaffeepulver erzielen, letzteres dürfte auf Dauer aber teuer werden. Daher einfach vor Ingebrauchnahme der Tonne den Deckel mit Essig einreiben. So kommen die ersten Gerüche gar nicht erst an die Luft. Zum Reinigen ist es auch hilfreich den (feuchten) Tonnenboden mit Natron einzudecken, das bindet Gerüche und Feuchtigkeit aus der Tonne.

Kauf eines Filterdeckels

Wem das alles noch zu wenig ist oder nicht hilft, der kann in letzter Instanz einen Filterdeckel kaufen. Diese Biofilter-Deckel enthalten in ihrem Hohlraum organisches Material, das die Tonne belüften und Gerüche filtern soll. Allerdings gibt es hier auch Risiken. Die Deckel neutralisieren zwar die Gerüche, können aber bei Anbringung die dem Abfallunternehmen gehörenden Tonnen beschädigen, so dass ihr eure Gebührenkontrollmarken verliert und die Tonne womöglich nicht mehr geleert wird. Außerdem kann sich Kondenswasser am Deckel bilden, der erneut Feuchtigkeit im Inneren verursacht. Der Deckel schützt vor Fliegen und Gerüchen, jedoch sollten auch die vermeintlichen Nachteile bei einer Anschaffung bedacht werden.

Ob günstig mit Papier, dem Schrubbschwamm , mit Sägespäne oder aber die etwa teurere Variante mit einem Spezial-Deckel: Hauptsache der Gestank hört auf!

 

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